{"id":2838,"date":"2025-12-05T18:00:00","date_gmt":"2025-12-05T17:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/svn.schachvereine.de\/wp6\/?p=2838"},"modified":"2025-12-05T18:17:21","modified_gmt":"2025-12-05T17:17:21","slug":"mit-kampfgeist-in-unterzahl-zum-verdienten-44-remis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/svn.schachvereine.de\/wp6\/mit-kampfgeist-in-unterzahl-zum-verdienten-44-remis\/","title":{"rendered":"Mit Kampfgeist trotz Unterzahl zum verdienten 4:4-Remis"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der l\u00e4ngste Schachwettkampf, den N\u00fcrtingen in den letzten Jahren bestritt fand gegen den Verbandsliga-Aufsteiger in G\u00f6ppingen statt. Das Match hatte alles an Dramatik zu bieten. Nach sechs Stunden Spielzeit war zudem etwas Gl\u00fcck dabei, zumal die Chancen hin und her wechselten. Dass es am Ende ein 4:4-Unentschieden geben w\u00fcrde war zu keinem Zeitpunkt absehbar.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine Krankmeldung am Sonntagmorgen ist f\u00fcr jeden Mannschaftsf\u00fchrer nahezu ein Albtraum, zumal es kaum eine M\u00f6glichkeit gibt einen Ersatzspieler noch zu nominieren. So reisten die Schachspieler aus der H\u00f6lderlinstadt nach G\u00f6ppingen mit einem Minuspunkt an, um gegen die junge Aufsteigertruppe zu bestehen. An diesem fehlenden Brett 3 h\u00e4tten die G\u00e4ste dar\u00fcber hinaus noch die wei\u00dfen Steine gef\u00fchrt, alles andere als gute Voraussetzungen f\u00fcr den Wettkampf. Dieser gestaltete sich zugleich \u00e4u\u00dfert kampfbetont. Claudius Mehne opferte in der Er\u00f6ffnung einen Bauern f\u00fcr Initiative und freies Figurenspiel und bot daneben noch ein zweiten an. Nicht so gut aus der Er\u00f6ffnung kam Stefan Auch w\u00e4hrend sich Andreas Rohr gleich einem Bauersturm am K\u00f6nigsfl\u00fcgel erwehren musste.<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p>Im Mittelspiel lief es nur am ersten Brett von Mehne richtig gut, mehrere Drohungen musste der Gastgeberspieler parieren. Au\u00dferdem sah das entstandene Damengambit von Michael Doll erfolgversprechend aus. Soroush Wadiei hatte im Zentrum einen Bauerntausch falsch berechnet und sich dadurch eine schwere positionelle Schw\u00e4che eingehandelt. In der franz\u00f6sischen Verteidigung von Klaus Templin war ebenso ein Bauernzug daf\u00fcr verantwortlich, dass der Gegen\u00fcber starke Initiative bekam und alsbald Material eroberte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Mehne recht schnell die Partie zum Sieg f\u00fchrte, erzielte Auch eine gl\u00fcckliche Punkteteilung. Rohr leitete rechtzeitig ein zentrales Gegenspiel ein, was zum Abtausch von Figuren und letztlich zum Friedensschluss f\u00fchrte. Nur Wadiei schaffte es nicht, die Schw\u00e4che zu kompensieren und musste zum 2:3 Zwischenstand aufgeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Nun war noch nicht klar, wer die fehlenden Punkte auf N\u00fcrtinger Seite erzielen konnte. Bernhard Weigand hatte im holl\u00e4ndischen Stonewall mittlerweile die Initiative ergriffen, aber ein Sieg schien in weiter Ferne. Doll konnte zwar auf einen Freibauern pochen, der jedoch gut blockiert war und keiner der Spielpartner zeigte Interesse die Stellung ggf. unter Materialopfer zu \u00f6ffnen. Templin hatte ein Turmendspiel mit zwei Minusbauern erreicht. In diesem zeigte er jedoch, dass ebenso wie das Material die Aktivit\u00e4t der Figuren wichtig ist. Mit pr\u00e4zisem Spiel bis der letzte Stein gefallen war f\u00fchrte er die Partie zum Remis. Damit lag N\u00fcrtinger immer noch mit 2,5:3,5 hinten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Wettkampf ging nun in die sechste Stunde und die Erm\u00fcdung der Akteure zeigte sich ebenso wie die Bedenkzeit, die auf das Inkrement von 30 Sekunden pro Zug zusammenschmolz. Die Stellung von Doll war jetzt ge\u00f6ffnet und abwechselnd vers\u00e4umten es die Spieler den Sack zuzumachen. Nachdem weitere Figuren abgetauscht wurden einigten sich beide schlie\u00dflich auf die Punkteteilung, da keine Seite mehr Vorteil nachweisen konnte. <\/p>\n\n\n\n<p>So lag es an Weigand, der ein Damenendspiel mit zwei verbunden Bauern gewinnen musste, die jedoch vom gegnerischen K\u00f6nig blockiert wurden. Zudem wartete der Verteidiger mit einer langen Serie von Dauerschachs auf und im Verlauf hatte die Partie bereits 120 Z\u00fcge \u00fcberschritten. Doch der G\u00f6ppinger griff in Zeitnot einmal fehl, das Dauerschach war pariert. Daraufhin bot er die Dame als Desperado an. Weigand der ein Patt vermutete verschm\u00e4hte zun\u00e4chst das Angebot, erst beim zweiten Versuch rechnete er, dass die Pattfalle nicht aufging und schlug die gegnerische Dame zum Sieg und 4:4-Endstand. Ein sehr langer und dramatischer Wettkampf ging friedlich zu Ende und bescherte den zahlenm\u00e4\u00dfig unterlegen angereisten G\u00e4sten einen gl\u00fccklichen Ausgang.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>G\u00f6ppingen &#8211; N\u00fcrtingen 4:4<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Cilo-Mehne 0:1; Lehmann-Weigand 0:1; C\u00f6llen, E.-Mareck +\/-; C\u00f6llen, F.-Auch 0,5:0,5; Dilthey-Doll 0,5:0,5; C\u00f6llen, B.-Templin 0,5:0,5; Sawatzki-Wadiei 1:0; Heilig-Rohr 0,5:0,5.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der l\u00e4ngste Schachwettkampf, den N\u00fcrtingen in den letzten Jahren bestritt fand gegen den Verbandsliga-Aufsteiger in G\u00f6ppingen statt. Das Match hatte alles an Dramatik zu bieten. 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