Nürtingen3: Knapper, aber überraschend sicherer Erfolg gegen SK Freibauer II

Im Heimspiel gegen den Freibauer Esslingen sollte schon gepunktet werden, um eine reelle Chance für den Klassenerhalt zu haben. Nominell waren an den beiden vorderen Brettern die Gäste favorisiert, die restlichen Bretter ausgeglichen oder leicht vorteilhaft für unsere Dritte.

Das erste von fünf Remis lieferte Bendix bei seinem ersten Einsatz in der Dritten ab. Kurioserweise hatten vier Nürtinger zumindest einen Mehrbauer und Bendix als Einziger zwei Bauern weniger. Doch ausgerechnet hier war der Sieg am nächsten, hätte Bendix nicht noch einen Springer für Dauerschach ins Geschäft gesteckt, sondern cool mit h4 den gegnerischen g-Bauern „angeknabbert“ (wie Gerd sagen würde) und damit die h-Linie zum entscheidenden Mattangriff geöffnet. Trotzdem eine gute Leistung von ihm.

Auch Hendrik musste remisieren, Gegner Herbert Albrecht fand eine witzige Remisschaukel mit Bauer weniger im Turmendspiel. Als sich Wolfgang gegen einen einfach besseren Kontrahenten geschlagen gegeben hatte und entsprechend geknickt war, wurde er direkt von den Erfolgsmeldungen von Christian (nebst großspuriger Anmerkung) und Sebastian (wie gewohnt bescheiden) gleich wieder in eine bessere Stimmungslage gehoben. Beide Nürtinger hatten ihre Gegner schön überspielt. Drei Partien liefen noch und alle mit Nürtinger Materialplus.

Der Exnürtinger Zeljko Rovic hatte sich gegen Heiko veropfert, kam aber in einer wilden Stellung gerade noch zum rettenden Dauerschach. Mit solidem Spiel nach vorne schuf Sieghart einige Felderschwächen im gegnerischen Lager und gewann einen Zentrumsbauern. Allerdings blieb ihm neben ein paar Minuten auf der Uhr nur noch das Inkrement, so dass er sich ebenfalls mit einer Punkteteilung zum 4:3 Zwischenstand zufriedengab, zumal Tobias in der letzten Partie im Turmendspiel zwei Mehrbauern hatte.

Tobias hatte sich gegen seinen starken Gegner eine Gewinnstellung herausgearbeitet und sich dann vor der ersten Zeitkontrolle bei knapper Bedenkzeit für einen Übergang ins Turmendspiel entschieden. Dann wurde es sehr zäh und ein kleiner Trick kostete ihn einen der Mehrbauern. Den zweiten gab er dann schweren Herzens für ein sicheres Remis im Mannschaftssinne, das den knappen Heimsieg nach ganz solider Mannschafts-leistung sicherstellte. (wk)

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