Abstiegsspiel gegen Pliezhausen

Durch den Stichkampf gegen Pliezhausen bekam Nürtingen 3 noch einmal eine zusätzliche Chance, den Klassenerhalt in der Bezirksliga zu sichern. Entsprechend angespannt, aber auch hochmotiviert ging die Mannschaft an die Bretter.

An Brett 1 wurden in Stefans Partie zunächst alle Leichtfiguren abgetauscht. Im anschließenden Schwerfigurenendspiel wehrte sein Gegner unter Aufgabe eines Bauern einen Königsangriff ab. In der entstandenen Stellung hätte Stefan mit dem richtigen Zug weiter auf Gewinn spielen können, doch nach einem weiteren Abtausch verflachte das Damenendspiel zunehmend. Am Ende einigte man sich auf ein Remis.

Max konnte nach einer Ungenauigkeit seines Gegners in der Eröffnung diesem einen doppelten Isolani verpassen. Dadurch übernahm er die Initiative und versuchte, den Gegner positionell immer weiter einzuengen. Nach einer ungenauen Abwicklung wurden jedoch Türme und Damen getauscht, wodurch der Vorteil nicht mehr entscheidend auszubauen war. Die Partie endete schließlich mit einer Punkteteilung.

An Brett 3 entwickelte sich Finnjas Partie zunächst sehr ausgeglichen. Im weiteren Verlauf entstand ein Endspiel mit ungleichfarbigen Läufern, in dem beide Seiten noch Chancen hatten. Da Nürtingen zu diesem Zeitpunkt bereits mit 2,5:0,5 in Führung lag, bot Finnja Remis an. Ihr Gegner nahm das Angebot an, sodass ein weiterer wichtiger halber Punkt gesichert war.

Auch Hendriks Partie an Brett 4 verlief lange Zeit in ruhigen Bahnen. Aus einer recht ausgeglichenen und geschlossenen Stellung heraus konnte er sich durch einige Ungenauigkeiten seines Gegners einen Vorteil erspielen. Zwar hätte Hendrik durchaus noch auf Gewinn spielen können, doch beim Zwischenstand von 2,5:0,5 für Nürtingen nahm er das Remisangebot seines Gegners an und steuerte damit ebenfalls einen wichtigen halben Punkt bei.

An Brett 5 ging Tobias mit heterogenen Rochaden ein gewisses Risiko ein. Daraus entwickelte sich eine hochkomplizierte Stellung mit zahlreichen taktischen Möglichkeiten und Abzugsmotiven. Nachdem sich die taktischen Verwicklungen etwas gelegt hatten, gelang es Tobias, mit seinen Türmen in die gegnerische Stellung einzudringen. Der Angriff lief ohne echtes Gegenspiel weiter, und nur wenige Züge später wurde der gegnerische König mattgesetzt.

Tim konnte seine Eröffnung ausgeglichen gestalten. Nach einem Springertausch baute er zunehmend Druck auf die gegnerische Stellung auf. Im weiteren Verlauf gelang es ihm, einen Turm zu gewinnen. Diesen materiellen Vorteil verwertete er anschließend sicher, bis seinem Gegner schließlich nur noch die Aufgabe blieb.

An Brett 7 verlief die Eröffnung zunächst ruhig. Es wurden nur wenige Figuren abgetauscht, bevor die Partie direkt ins Mittelspiel überging. Die Nürtinger Seite verfolgte den Plan, das Zentrum zu öffnen, da der gegnerische König noch immer in der Mitte stand. Nach einem Angriff entschied sich Schwarz für den falschen Verteidigungszug und verlor die Partie aufgrund einer entscheidenden Mattdrohung sofort.

An Brett 8 konnte Nürtingen im Mittelspiel zunächst einen Bauern gewinnen, da dessen Verteidigung eine Schwäche in der gegnerischen Königsstellung verursacht hätte. Danach wurde jedoch unglücklich in ein Endspiel mit Dame gegen Türme abgewickelt, wodurch der Vorteil verloren ging. Die Stellung war anschließend nicht mehr zu gewinnen, und man einigte sich auf Remis. (TW)

Jugendversammlung und Mitgliederversammlung am 12. Juni 2026

Jugendversammlung um 17:30 Uhr

An diesem Freitag findet die Jugendversammlung um 17:30 statt. Neben dem Bericht vom Jugendleiter Christian Friz geht es hierbei um eure Wünsche an Spiel, Training, Mannschaften usw.

Es werden neu gewählt: Jugendleiterin bzw. Jugendleiter sowie Jugendsprecherin bzw. Jugendsprecher. Alle aus den Trainingsgruppen sind herzlich willkommen!

Mitgliederversammlung um 20 Uhr

Wir freuen uns über viele teilnehmende Schachspielerinnen und Schachspieler bei der heutigen Mitgliederversammlung. In den traditionellen Berichten des Vorstandteams gibt es einen Überblick über die gesamte Saison, die Verbandsspiele und die Turniere des Vereins mit allen sportlichen Ergebnissen.

Darüber hinaus müssen wir unsere Satzung neu verabschieden, damit wird diese anschließend beim Registergericht eingereicht und hinterlegt.

Die Einladung ist bei der Ankündigung unter SCHACH TERMINE verlinkt.

Neustart für die DWZ 2026

Die Deutsche Wertungszahl, kurz DWZ genannt, gibt die Spielstärke eines Schachspielers an. Diese wird aus den Ergebnissen seiner Wettkämpfe berechnet, eine höhere DWZ bedeutet also eine bessere Spielstärke.

Mit dem Start des neuen Wertungsportals geht eine Anhebung der bisherigen DWZ einher, um diese an die internationale ELO anzupassen.

Die Lebensdauer von DeWIS (Deutsches Wertungs- und Informationssystem) neigt sich dem Ende entgegen. Zugleich bedeutet die Umstellung auf das neue Wertungsportal weit mehr als nur ein Update! Am 8. Juni geht es los und bis 22. Juli 2026 soll die Umstellung von DeWIS auf das Wertungsportal der Firma nu abgeschlossen sein. Das neue System kommt damit aus der gleichen Software-Schmiede aus der ebenfalls unser Ergebnisdienst SCHACH.liga.nu stammt, womit viele Ehrenamtliche nicht glücklich sind.

Spielerinnen und Spieler mit einer DWZ unter 1000 erhalten 400 Punkte zusätzlich. Zwischen 1000 und 2109 gilt die Formel: neue DWZ = 0,64 * alte DWZ + 760. Ab einer DWZ von 2110 bleibt die Wertungszahl unverändert.

Die DWZ wird voraussichtlich am 1. Juli einmalig angepasst.

Das Ergebnis sind engere Abstände, eine realistische Spielstärke-Abbildung und eine bessere Vergleichbarkeit mit ELO. Wir hoffen, dass auch zukünftig die Vereinsliste, die im Menü verlinkt ist, dann ab Ende Juli das neue Wertungssystem referenziert und dies ebenso schnell erreichbar ist.

Ein 5:3 beschert Nürtingen einen versöhnlichen Abschluss

Nach drei knappen Niederlagen in Folge wollten die Schachstrategen aus der Hölderlinstadt im letzten Wettkampf nochmal punkten. Schließlich ging es gegen den Abstiegskandidaten aus Albstadt. Mit einem souveränen 5:3-Sieg, der auch höher hätte ausfallen können, schließen die Nürtinger die Schachsaison ab.

Letzter Wettkampf der Saison

Der letzte Wettkampf in der laufenden Verbandsliga Saison führte die Nürtinger in die größte Stadt im Zollernalbkreis. Albstadt ist bekannt für seine Lage „ganz oben“, in der Verbandsliga rangiert die 1. Mannschaft jedoch ganz unten auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Sieg war also Pflicht und er sollte erreicht werden.

Erste Punktteilungen

Sascha Mareck und Bernhard Weigand hatten in der Eröffnung bekannte Theorievarianten gewählt, die schnell zu je einer Punkteteilung führten. Bei den Gästen zeichneten sich Vorteile an den letzten beiden Brettern ab, während Soroush Wadiei und Klaus Templin nicht so richtig in Schwung kamen. An der Spitzenposition, wo Claudius Mehne antrat, war das Spiel unklar, da die Konfrontation der Figuren noch nicht so richtig stattgefunden hatte.

Nürtinger Führung

Gerd Aring erreichte mit den schwarzen Steinen eine ausgeglichene Stellung, mehr war aber im frühen Mittelspiel noch nicht drin. Als es dann anfing konkreter zu werden und Varianten berechnet werden mussten, griff der Albstädter daneben. Gerd hatte die Konstellation tiefer erfasst, spielte dabei seine ganze Klasse aus und erzielte damit die 2:1 Führung. Abdulhamit Gündogdu, ebenfalls mit den schwarzen Figuren ausgestattet war seinem Gegenüber spieltechnisch überlegen und erhöhte die Führung.

Mehrfigur

Einen kurzschrittigen Springer für einen Bauern hatte zwischenzeitlich Andreas Rohr auf den 64 Feldern umfassenden Brett mehr und er überlegte deshalb noch, wie die Verwertung des Vorteils am besten zu realisieren war.

Überraschung im Spielsaal

Völlige Überraschung im Spielsaal und eine Vorentscheidung des Wettkampfes, als Claudius aufstand und mit der Daumen-hoch-Geste kundtat, dass er gewonnen hatte und die Nürtinger damit ein 4:1 erzielten. Der erste Wettkampfpunkt war sicher. Nachdem auch Andreas seine Stellung soweit verbesserte, dass seinem Gegenüber nur die Aufgabe blieb, war das Match faktisch entschieden.

Das Remis verpasst

Soroush und Klaus wehrten sich noch heftig, aber leider vermochten es beide nicht ihre Stellungen zu retten und wenigsten ins Remis abzuwickeln. Beide Bretter mussten der SG Turm Albstadt überlassen werden.

SG Turm Albstadt – SV Nürtingen 3:5

Shamarin – Mehne 0:1; Rukwid – Weigand 0,5:0,5; Liebhart – Mareck 0,5:0,5; Schönegg – Templin 1:0; Fuß – Wadiei 1:0; Jendel – Aring 0:1; Tönnies – Rohr 0:1; Ehrlich – Gündogdu 0:1.

Das 5:3-Ergebnis beschert dem Schachverein Nürtingen am Ende der Saison den dritten Tabellenplatz in der Verbandsliga Süd.