Neustart für die DWZ 2026

Die Deutsche Wertungszahl, kurz DWZ genannt, gibt die Spielstärke eines Schachspielers an. Diese wird aus den Ergebnissen seiner Wettkämpfe berechnet, eine höhere DWZ bedeutet also eine bessere Spielstärke.

Mit dem Start des neuen Wertungsportals geht eine Anhebung der bisherigen DWZ einher, um diese an die internationale ELO anzupassen.

Die Lebensdauer von DeWIS (Deutsches Wertungs- und Informationssystem) neigt sich dem Ende entgegen. Zugleich bedeutet die Umstellung auf das neue Wertungsportal weit mehr als nur ein Update! Am 8. Juni geht es los und bis 22. Juli 2026 soll die Umstellung von DeWIS auf das Wertungsportal der Firma nu abgeschlossen sein. Das neue System kommt damit aus der gleichen Software-Schmiede aus der ebenfalls unser Ergebnisdienst SCHACH.liga.nu stammt, womit viele Ehrenamtliche nicht glücklich sind.

Spielerinnen und Spieler mit einer DWZ unter 1000 erhalten 400 Punkte zusätzlich. Zwischen 1000 und 2109 gilt die Formel: neue DWZ = 0,64 * alte DWZ + 760. Ab einer DWZ von 2110 bleibt die Wertungszahl unverändert.

Die DWZ wird voraussichtlich am 1. Juli einmalig angepasst.

Das Ergebnis sind engere Abstände , eine realistische Spielstärke-Abbildung und eine bessere Vergleichbarkeit mit ELO. Hoffen wir, dass auch zukünftig die Vereinsliste, die im Menü verlinkt ist, dann ab Ende Juli das neue Wertungssystem referenziert und dies ebenso schnell erreichbar ist.

Ein 5:3 beschert Nürtingen einen versöhnlichen Abschluss

Nach drei knappen Niederlagen in Folge wollten die Schachstrategen aus der Hölderlinstadt im letzten Wettkampf nochmal punkten. Schließlich ging es gegen den Abstiegskandidaten aus Albstadt. Mit einem souveränen 5:3-Sieg, der auch höher hätte ausfallen können, schließen die Nürtinger die Schachsaison ab.

Letzter Wettkampf der Saison

Der letzte Wettkampf in der laufenden Verbandsliga Saison führte die Nürtinger in die größte Stadt im Zollernalbkreis. Albstadt ist bekannt für seine Lage „ganz oben“, in der Verbandsliga rangiert die 1. Mannschaft jedoch ganz unten auf dem letzten Tabellenplatz. Ein Sieg war also Pflicht und er sollte erreicht werden.

Erste Punktteilungen

Sascha Mareck und Bernhard Weigand hatten in der Eröffnung bekannte Theorievarianten gewählt, die schnell zu je einer Punkteteilung führten. Bei den Gästen zeichneten sich Vorteile an den letzten beiden Brettern ab, während Soroush Wadiei und Klaus Templin nicht so richtig in Schwung kamen. An der Spitzenposition, wo Claudius Mehne antrat, war das Spiel unklar, da die Konfrontation der Figuren noch nicht so richtig stattgefunden hatte.

Nürtinger Führung

Gerd Aring erreichte mit den schwarzen Steinen eine ausgeglichene Stellung, mehr war aber im frühen Mittelspiel noch nicht drin. Als es dann anfing konkreter zu werden und Varianten berechnet werden mussten, griff der Albstädter daneben. Gerd hatte die Konstellation tiefer erfasst, spielte dabei seine ganze Klasse aus und erzielte damit die 2:1 Führung. Abdulhamit Gündogdu, ebenfalls mit den schwarzen Figuren ausgestattet war seinem Gegenüber spieltechnisch überlegen und erhöhte die Führung.

Mehrfigur

Einen kurzschrittigen Springer für einen Bauern hatte zwischenzeitlich Andreas Rohr auf den 64 Feldern umfassenden Brett mehr und er überlegte deshalb noch, wie die Verwertung des Vorteils am besten zu realisieren war.

Überraschung im Spielsaal

Völlige Überraschung im Spielsaal und eine Vorentscheidung des Wettkampfes, als Claudius aufstand und mit der Daumen-hoch-Geste kundtat, dass er gewonnen hatte und die Nürtinger damit ein 4:1 erzielten. Der erste Wettkampfpunkt war sicher. Nachdem auch Andreas seine Stellung soweit verbesserte, dass seinem Gegenüber nur die Aufgabe blieb, war das Match faktisch entschieden.

Das Remis verpasst

Soroush und Klaus wehrten sich noch heftig, aber leider vermochten es beide nicht ihre Stellungen zu retten und wenigsten ins Remis abzuwickeln. Beide Bretter mussten der SG Turm Albstadt überlassen werden.

SG Turm Albstadt – SV Nürtingen 3:5

Shamarin – Mehne 0:1; Rukwid – Weigand 0,5:0,5; Liebhart – Mareck 0,5:0,5; Schönegg – Templin 1:0; Fuß – Wadiei 1:0; Jendel – Aring 0:1; Tönnies – Rohr 0:1; Ehrlich – Gündogdu 0:1.

Das 5:3-Ergebnis beschert dem Schachverein Nürtingen am Ende der Saison den dritten Tabellenplatz in der Verbandsliga Süd.

Ein Samstags-Training für den Nachwuchs des SVN

Wie bekommt man alle Partiephasen in einem Trainingstag unter? Das war die spannende Frage im Vorfeld des geplanten Samstags-Training des Schachverein Nürtingen. Es funktioniert mit einer guten Organisation im Vorfeld und einem klaren Zeitmanagement.

16 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt und konnten am letzten Samstag im April von der Eröffnung bis ins Endspiel gute Inhalte, viele Informationen und wertvolle Hinweise erhalten. In drei Gruppen nach Alter und Spielstärke wurden die Teilnehmenden zunächst eingeteilt. Um 9:15 Uhr ging es los, anderthalb Stunden später wie in der Schule bemerkte eine Teilnehmerin.

Friedrich Seischab hatte sich auf die Schottische Eröffnung vorbereitet und präsentierte eine Variante die vom 1. Weltmeister Wilhelm Steinitz in die Praxis eingeführt wurde.

Neben der Schottischen Eröffnung wurden der Doppelangriff mit der Dame, ein Gegenangriff in bedrängter Stellung sowie die Regel vom Quadrat bei der Bauernumwandlung behandelt.

Julian Theissler zeigt hier den Teilnehmenden der Gruppe 1 wie man mit der stärksten Figur im Schachspiel, die Dame, wirkungsvolle Doppelangriffe spielen kann. Anschließend verteilte er Übungsblätter.

Für jedes Thema hatten die Vortragenden jeweils 55 Minuten Zeit, um den Inhalt an die Kinder und Jugendlichen zu vermitteln und mit Übungen oder praktischem Spiel danach zu wiederholen und zu vertiefen.

Oskar Langer und Vanessa Leibbrand erläuterten die Regel vom Quadrat. Eine wichtige Hilfe, mit der man erkennt, ob die Bauernumwandlung funktioniert. Kommt der verteidigende König noch rechtzeit heran um dies zu verhindern? Das kann mit der Regel einfach festgestellt werden.

Auf die Einhaltung der Zeit achtete Klaus Templin, der zudem das Mittelspielthema mit dem Gegenangriff übernahm. Jeder Trainer hatte eine knappe Stunde und nur so war es möglich, an einem Vormittag vier Sessions unterzubringen und damit alle Partiephasen abzubilden. Um 13:30 Uhr war es geschafft! Alle durften sich anschließend bei Pizza und gekühlten Getränken noch stärken, bevor es auf den Heimweg ging.

Herzlichen Dank sagt der Schachverein an Friedrich, Julian, Oskar und Vanessa! Ihr habt es super gemacht, wir werden es bestimmt wiederholen.

Erneutes Pech im schönen Tübingen – Auch Nürtinger Zweite muss sich geschlagen geben

Im Spiel zwischen zwei ausgeglichenen Teams unterlag die Nürtinger Zweite knapp und etwas unglücklich mit 3,5:4,5 in Tübingen (Die Erste ja gegen Bebenhausen sma). Wolfgang Kudlich, Johannes Mögerle und Heiko Schmidt gaben sich früh mit Punkteteilungen zufrieden, bevor Sieghart Friz nach einer entscheidenden Springergabel aufgeben musste.

Friedrich Seischab besorgte den Nürtinger Ausgleich. In einer Partie, in der beide Gegner auf Königsangriff spielten, wickelte er nach einem Bauerngewinn entscheidend in ein für ihn besseres Endspiel ab.

Mit einem ähnlichen Motiv musste sich Julian Theissler geschlagen geben. Trotz Qualitätsvorteil war sein Endspiel nach einem erzwungenen Damenabtausch für ihn verloren. In den beiden noch laufenden Partien waren aber beide Nürtinger am Drücker. Dann unterlief Julian Stehr in Zeitnot der entscheidende Fehler, der zu Turmverlust und bald danach zur Aufgabe führte. Damit blieben die Mannschaftspunkte in Tübingen.

Der abschließende Sieg von Abdulhamit Gündogdu am Spitzenbrett war zwar nur noch Ergebniskosmetik, allerdings vollendete der Nürtinger mit seinem achten Sieg im neunten Spiel eine persönliche Traumbilanz. Glückwunsch dazu 🙂

SV Tübingen – SV Nürtingen II 4,5:3,5

Blahut – Gündogdu 0:1, Wöll – Seischab 0:1, Schulz – Kudlich 0,5:0,5, Tscholl – Theissler 1:0, Kollmann – Mögerle 0,5:0,5, Pollach – Schmidt 0,5:0,5, Sütterlin – Stehr 1:0, Wu – S.Friz 1:0