Senioren-Team Ü50 gewinnt in Botnang

Die Seniorenmannschaft des SVN, die in der Württembergischen Senioren Mannschafts-Meisterschaft Ü50 antritt schlägt die SM Botnang mit 2,5:1,5. Nach dem schnellen Sieg von Gerd Aring, sein Gegner hatte zu sehr auf „Chance“ gespielt, einigten sich Sascha Mareck und Bernhard Weigand jeweils auf eine Punkteteilung. Mit einem Rückstand von 1:2 wollte der vierte Botnanger weiter spielen. Am Ende gereichte eine Zugwiederholung zum Remis, und der Gastgeber wollte auch die Stellung nicht öffnen, zumal Klaus Templin über das Läuferpaar verfügte.

Die Ergebnisse der 3. Runde im Detail, und die Paarungen der 4. Runde die am Samstag, 21. Februar 2026 ansteht, bei der das SVN-Team dann Heimrecht hat.

Leider ist es dem SVW wegen der Gastspieler-Regelung nicht möglich, das Turnier im Ergebnisdienst SCHACH.liga.nu zu listen.

Dicker Turm Esslingen zu stark für Nürtingen 3

Am 18.01. reiste die dritte Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Esslingen, wo mit dem aktuellen Tabellenzweiten der Bezirksliga ein besonders starker Gegner wartete. Trotz einer leicht ersatzgeschwächten Aufstellung wollte das Team die Herausforderung annehmen und prüfen, ob sich dennoch der ein oder andere Punkt entführen lässt.

Am ersten Brett konnte Stefan die Partie lange ausgeglichen halten und kam mit einem positionellen Bauernopfer zu einigen Drohungen. In der zweiten Zeitnotphase entschied dann ein fehlerhafter Übergang ins Bauernendspiel die Partie zu Gunsten seines Gegners.

Nach einer ausgeglichenen Eröffnung konnte Max mit Schwarz den Anzugsvorteil seines Gegners neutralisieren. Im Mittelspiel wurde er jedoch zu gierig und griff nach einem vermeintlich vergifteten Bauern. Dieser Entschluss erwies sich als Wendepunkt, denn danach kippte die Stellung zunehmend zu Gunsten des Gegners.

Die Partie von Hendrik verlief vergleichsweise ruhig. Zwar erspielte er sich zu Beginn einen kleinen Vorteil, doch dieser konnte vom Gegner schnell wieder egalisiert werden. In einer ausgeglichenen Stellung ohne realistische Gewinnchancen einigte man sich schließlich auf ein Remis.

Tobias nutzte die etwas ungewöhnliche Eröffnung seines Gegners geschickt aus und kam mit einem starken Angriff gegen den offengelegten König ins Mittelspiel. Die Stellung war objektiv gewonnen, doch unter Zeitdruck fand er nicht die präzisesten Fortsetzungen. Eine Springergabel kostete schließlich eine Qualität, sodass Tobias froh war, im Angriff wenigstens zwei Bauern eingesammelt zu haben. Am Ende war das Remis nicht mehr zu vermeiden.

Tim stand nach der Eröffnung zunächst etwas schlechter, da sein Gegner die Stellung besser behandelte. Nach einigen ungenauen Zügen auf der Gegenseite konnte Tim sich jedoch konsolidieren und die Partie stabilisieren. In der ausgeglichenen Stellung bot er Remis an, das sein Gegner annahm.

An diesem Brett kam es zum „Sebastian-Duell“. Der Nürtinger Sebastian musste früh verteidigen, tat dies jedoch sehr souverän und konnte sogar einen Gegenangriff am anderen Königsflügel aufziehen. Eine falsche Idee bei der Verteidigung eines erneuten Angriffs führte jedoch zum Verlust einer Figur. Der anschließende Gegenangriff verpuffte, und so ging die Partie letztlich an den Sebastian aus Esslingen.

James hatte es mit einem sehr starken Gegner zu tun. Ein Figurenopfer, das einen Mattangriff einleiten sollte, schlug leider nicht durch. Ohne ausreichende Kompensation blieb ihm wenig entgegenzusetzen, sodass er sich bald geschlagen geben musste.

Am letzten Brett geriet die Nürtinger Seite früh unter Druck. Eine frühe Rochade ermöglichte dem Gegner einen starken Königsflügelangriff, unterstützt durch deutlichen Raumvorteil. Ein unglücklicher Turmzug erlaubte schließlich eine entscheidende Springergabel, woraufhin die Partie von Vanessa aufgegeben werden musste.

Am nächsten Spieltag wartet ein echtes Kellerduell: Nürtingen 3 empfängt zuhause Göppingen 2. Im direkten Aufeinandertreffen des Tabellenletzten mit dem Vorletzten geht es um wichtige Punkte und die Chance, sich im Tabellenkeller Luft zu verschaffen. (TW)

Nürtingen 2: unglückliche Niederlage gegen Dettingen Erms

Nürtingen II wollte als Tabellendritter in der Bezirksliga im Spiel gegen den Zweiten Dettingen Erms versuchen, eigene Ansprüche auf Platz 2, der wahrscheinlich zu einem Relegationsspiel um den Aufstieg berechtigt, anzumelden. Das misslang, wenn auch nur knapp.

Es dauerte fast drei Stunden bis zur ersten Entscheidung. Julian Stehr siegte für das Heimteam im Königsangriff. Nach Bauernnachteil steuerte dann Jürgen Zink in einem Turmendspiel noch ein wichtiges Remis bei. Die Niederlage von Heiko Schmidt wollte und konnte Wolfgang Kudlich wett machen, spielte aber trotz Qualitätsplus nicht aktiv genug und verlor sogar noch.

Da auch Christian Friz seinem Gegner gratulieren und Abdul Gündogdu gar seine erste Saisonniederlage quittieren musste, waren beim Stand von 1,5:4,5 die Mannschaftspunkte damit schon in Dettinger Hand. Julian Theissler und Friedrich Seischab konnten mit ihren Erfolgen leider nur noch Ergebniskosmetik betreiben. (WK)

SV Nürtingen II – SV Dettingen Erms 3,5:4,5

Gündogdu – Kleih 0:1, Zink – Kermer 0,5:0,5, Seischab – Wezel 1:0, Kudlich – Doster 0:1, Theissler – Weible 1:0, Friz – Tumbass 0:1, Schmidt – Schmid 0:1, Stehr – Hoch 1:0

Erfolgsserie fortgesetzt

Weiter ungeschlagen bleibt der Verbandsligist des SV Nürtingen nach einem am Ende recht klaren 5,5:2,5 Heimsieg gegen die SG Donautal Tuttlingen.

Der Beginn im Salemer Hof war aus Nürtinger Sicht relativ zäh. Nachdem am Spitzenbrett Claudius Mehne sich mit Schwarz frühzeitig auf ein Remis einigte, wollte sich Sascha Mareck zunächst ebenfalls mit einer Punkteteilung begnügen. Ein früher Übergang ins Endspiel hatte zwar einen leichten Vorteil erbracht, aber dieser schien zu gering. Ein Blick auf die übrigen Position verriet aber, dass das Weiterspielen im Mannschaftssinne Pflicht war. 

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Finale bei der DVM mit starker Leistung

Im letzten Spiel gab es nochmal einen bärenstarken Gegner mit Aufbau Chemnitz, an allen Brettern mit gewaltigem DWZ-Vorsprung von im Mittel 530 DWZ-Punkten. Dennoch entwickelte sich ein Mannschaftskampf, der bei weitem nicht so eindeutig war.

Als erste konnte Anhelina an Brett 2 ihre Gegnerin überraschen. In etwas schlechterer Stellung für uns machte die Chemnitzerin einen falschen Läuferzug, der mit einem Qualitätsopfer und sofortigem Ausgleich belohnt wurde und dann im Dauerschach endete. Eine sehr schön gesehene Kombination, die uns am Ende noch eine weitere Belohnung einbringen sollte.

Zwischenzeitlich musste Alina die Übermacht ihrer Gegnerin anerkennen. Nachdem die vorbereitete Eröffnung 1:1 auf das Brett kam, konnte die Chemnitzerin im Mittelspiel ihre Stärke ausspielen und die entstandenen Ungleichgewichte besser behandeln.

Leona musste leider dann auch aufgeben. In einer bis ins tiefe Endspiel fehlerfrei geführten Partie entschied ein einzelner fehlerhafter Bauernzug. Ihre Gegnerin nutzte das ausgezeichnet aus und verwertete sicher zum vollen Punkt. Eine ganz starke Leistung von Leona und im Ergebnis sehr schade, denn hier war mehr drin gewesen.
Und ein ähnliches Bild bei Enya an Brett 1 gegen die amtierende deutsche U14w Vizemeisterin, auch hier war alles bis ins Endspiel im Ausgleich, auch hier ein eigentlich guter Plan, der am Ende um ein Tempo nicht reichen sollte. Damit hatten wir uns leider auch in dieser Partie am Ende um unsere Belohnung gebracht.

In Summe war das nochmal eine starke Leistung, da waren gegen eine Spitzenmannschaft 1,5 Brettpunkt in Bereich des Möglichen, ein Auftritt, der für die Zukunft hoffen lässt.

Und was war noch mit der Belohnung für Anhelinas Partie? Wir lagen vor der Runde auf Platz 9, punktgleich aber mit schlechterer Zweitwertung gegenüber dem 8. Tabellenplatz. Durch dieses Remis sicherten wir uns nochmal wichtige Punkte in der Zweitwertung und konnten hier gleichziehen, so dass sogar die Drittwertung herangezogen werden musste, ein durchaus seltener Fall. Da wir in Summe mehr Brettpunkte erzielt hatten, rutschen wir am Ende nochmal um einen Platz nach oben und konnten in der Siegerehrung den 8. Platz feiern. Damit hatten wir uns auch um einen Platz gegenüber unserer Setzlistenposition verbessert.

Und für unsere Aktion „Schach im Zug“ haben wir auch einen Preis erhalten, wir warten schon gespannt auf das Überraschungspaket der deutschen Schachjugend.

Vielleicht noch ein paar kleinere Fakten: Das Durchschnittsalter aller Teams lag bei 15,9 Jahren, wir waren mit Abstand das jüngste Team mit ca. 12,5 Jahren. Unser Team dürfte in dieser Konstellation noch siebenmal bei der U20w antreten.

Und um die Leistung der Mädels nochmal einzuordnen, die erzielten 9 Brettpunkte aus 28 Partien lagen um über 2 Punkte oberhalb unserer Gewinnerwartung, es wird also einiges an DWZ-Anstieg zu vermelden sein.

Danach stand dann noch die lange Zugfahrt an (auch die mit Schachspiel und Taktikaufgaben versehen), hier traf man immer mal wieder Spielerinnen von unserem und anderen DVM-Turnieren, und gegen 0:30 waren auch die letzten müden Reisenden zuhause angekommen. Wie immer ein schönes, aber auch ein anstrengendes Erlebnis.

Wir als Team hoffen, dass unsere Begeisterung für das Schachspiel euch ein bisschen mitgenommen hat und freuen uns schon auf die nächste DVM! (SG)

Und als Abschluss noch eine Taktikaufgabe aus der Partie Marinchin – Lohmüller, Leona

Schwarz am Zug gewinnt in 5 Zügen!

Frohes  Neues allen! Nun die Auflösung. Meine Vermutung wäre

1. …c4! (Ablenkung der Dame von der 3ten Reihe). Ein Läufer auf h3 (bzw auf h6). Ist immer fies. 😉

2. Lxc4 Sxc4

3. Dxc4 (Die Dame ist von der Verteidigung des Königs abgeschnitten) …Dg4+ (guten Tag, die Pointe!)

4. Sg3 (die Alternative wäre Kh1 und Schwarz setzt klassisch mit Dg2 matt)…Df3! (Schwarz setzt seine Idee zielstrebig um).

Das Matt ist nur unter Aufgabe großer Materialopfer (Df1 einziger Zug !) zu verhindern und deswegen 0-1

Schön gesehen,Leona. (SM)  <3