Nürtingen verliert gegen Ulm erneut zuhause 3,5-4,5

Zum Glück hatte Nürtingen die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt schon eingefahren, denn nach dem 3,5:4,5 gegen Ulm, der dritten Niederlage hintereinander, müsste man sich ansonsten Sorgen um den Klassenverbleib machen. Aber selbst bei vier Absteigern ist man auch in der kommenden Saison wieder in der Verbandsliga dabei.

Wieder ein Heimspiel, wieder eine Niederlage. Eigentlich wollten die Nürtinger als Dritter gegen den Zweiten Ulm mal wieder etwas Zählbares holen, zumal man wieder zuhause antreten durfte, aber die schlechte Form der Mannschaft und die Niederlagen­­serie scheint nicht abzureißen. Die ersten Anzeichen dafür zeigten sich früh an den drei Spitzenbrettern. So hatte es Sascha Mareck unerwartet mit einem ehemaligen Mannschaftskollegen Matthias Kill zu tun. Dies veranlasste ihn, seine Eröffnung zu wechseln, um der Vorbereitung des Gegners auszuweichen. Ein Umstand, der sich nicht auszahlen sollte. Bernhard Weigand hatte in der Eröffnung mit leicht vorteilhafter Position eine taktische Drohung des Gegners übersehen, die zur sofortigen Aufgabe führte. Am Spitzenbrett hatte Claudius Mehne nach vorteilhaftem Verlauf leider ebenfalls eine Verteidigungsressource des Gegners unterschätzt, welche dieser aber mit einem Remisangebot verband, das Mehne nicht ablehnen konnte.

Nachdem Stefan Auch und Andreas Rohr ihre Partien remisieren konnten, musste sich Michael Doll geschlagen geben, dessen aggressives Spiel im Mannschaftssinne sich nicht auszahlen sollte. Leider konnte auch Mareck das Endspiel nicht halten, in dem ein Springer seinen Läufer bei Bauern auf beiden Flügeln im Endspiel perfekt dominierte. Ein seltener Fall, da es in dieser Konstellation gewöhnlich andersrum läuft. Damit war der Tag leider schon gelaufen. Soroush Wadiei gelang zwar es nach einem schwerblütigen wechselseitigen Kampf die Oberhand zu behalten und auch Klaus Templin sollte seine Mehrfigur in einer komplizierten Endspielposition mit einem starken gegnerischem Freibauern in einen Sieg verwandeln. Aber es war eben doch ein halber Punkt zu wenig, um zumindest das Unentschieden zu sichern. Ein sehr unglücklich verlaufenes Duell. Jetzt gilt es in der letzten Runde in Albstadt nochmals zu punkten um die Saison versöhnlich ausklingen zu lassen.(SM/WK)

SV Nürtingen – SC Weiße Dame Ulm 3,5:4,5

Mehne – Fleischer 0,5:0,5, Weigand – Weber 0:1, Mareck – Kill 0:1, Auch – Gulden 0,5:0,5, Doll – Zomartova 0:1, Templin – Wolf 1:0, Wadiei – Berning 1:0, Rohr – Heinrich 0,5:0,5

Ungefährdeter 7:1 Sieg der Nürtinger Zweiten gegen Pliezhausen

Ziemlich souverän setzte sich Nürtingen II zuhause gegen Pliezhausen durch. Für die stark abstiegsgefährdeten Gäste gab es im Salemer Hof nicht viel zu holen.

Julian Stehr glänzte mit seinem fünften Erfolg hintereinander, Julian Theissler und Friedrich Seischab überspielten ihre Gegner im Angriff und sorgten früh für klare Verhältnisse, Johannes Mögerle und Abdulhamit Gündogdu schlossen sich nach Materialgewinn an und sicherten bereits die Mannschafts­punkte für den Sieg.

Sieghart Friz und Wolfgang Kudlich hingegen mussten sich mit Punkteteilungen begnügen bevor Christian Friz in der letzten Partie des Tages mit einem taktischen Zwischenzug zum 7:1 Endstand erhöhte. (WK)

SV Nürtingen II – SV Pliezhausen 7:1

Gündogdu – Trautsch 1:0, Seischab – Mann 1:0, Kudlich – Forschner 0,5:0,5, Theissler – Reichenecker 1:0, C.Friz – Bastian 1:0, Mögerle – Schlaich 1:0, Stehr – Kugel 1:0, S.Friz – Kronsbein 0,5:0,5

Nürtingen 3 kommt bei der SSG Fils-Lauter 1 unter die Räder

Als Tabellenzweiter empfing die SSG Fils-Lauter 1 unsere 3. Mannschaft aus Nürtingen. Die Rollen waren damit klar verteilt, dennoch wollte Nürtingen alles daransetzen, dem Favoriten Paroli zu bieten.

An Brett 1 lieferten sich Stefan und sein Gegner eine lange, positionell geprägte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der entscheidenden Zeitnotphase unterliefen Stefan jedoch zwei schwerwiegende Fehler, die letztlich zur Niederlage führten.

Max konnte sich an Brett 2 in der Eröffnung zunächst einen kleinen Vorteil erspielen, ehe die Partie sehr taktisch wurde. Nach einer ungenauen Abwicklung verflachte sein Vorteil jedoch. In dem Versuch, aus einer ausgeglichenen Stellung mehr herauszuholen, verrechnete er sich und verlor Material, was schließlich zur Niederlage führte.

Finnja hatte es mit einem deutlich stärkeren Gegner zu tun und musste mehrere kritische Momente überstehen. Zwischenzeitlich geriet sie in Nachteil, konnte jedoch mit einer taktischen Wendung ausgleichen und die Partie sicher in ein Remisendspiel führen.

Hendrik konnte sich im Mittelspiel einen starken Angriff erarbeiten und so seinen Gegner in eine passive Position zwingen. In einer deutlich gewonnen Position gerat Hendrik allerdings in starke Zeitnot und der Bonus von 30 Minuten war noch lange nicht in Sicht. Aufgrund dessen einigte man sich schließlich auf ein Remis.

Tobias kam gut aus der Eröffnung und konnte sich mit Raumvorteil eine angenehme Stellung erarbeiten. Zwei Ungenauigkeiten führten jedoch zu einer komplizierten und schwer spielbaren Position. Ein geplanter Befreiungszug erwies sich als regelwidrig, und die alternative Fortsetzung ließ die Stellung schließlich kippen zur Niederlage

Tim erreichte nach einer ausgeglichenen Eröffnung eine ruhige Stellung, in der keine Seite klare Initiative entwickeln konnte. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren entstand ein ausgeglichenes Endspiel, doch Tim geriet in Zugzwang, verlor einen entscheidenden Bauern und musste sich geschlagen geben.

Sebastian startete mit einem Angriff aus der Eröffnung heraus, der jedoch erfolgreich abgewehrt wurde. Die Partie blieb lange ausgeglichen, und im Endspiel opferte er einen Randbauern für Gegenspiel im Zentrum. Ein übersehener taktischer Einschlag in Form einer Springergabel führte jedoch zur Niederlage.

Alina hatte auch einen DWZ Nachteil von über 500 Punkten. Sie konnte die Partie lange offen gestalten, aber am Ende gelang es ihrem Gegner im Angriff eine Leichtfigur und damit die Partie zu gewinnen.

Gegen den starken Tabellenzweiten war für Nürtingen an diesem Tag wenig zu holen. Trotz einiger guter Ansätze und kämpferischer Leistungen musste man sich letztlich mit 1:7 geschlagen geben.
Die letzte Chance, die Abstiegsränge noch zu verlassen, bietet sich am finalen Spieltag gegen Göppingen 3. (TW)

Nürtingen ist Vizemeister bei den Senioren Ü50

Bei der württembergischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft Ü50 ist das Team aus Nürtingen Vizemeister 2026. Lediglich dem Meister SK Schmiden/Cannstatt mussten sich die Nürtinger im direkten Duell geschlagen geben, ansonsten konnten alle Wettkämpfe gewonnen werden.

Beim Nürtinger Viererteam kamen mit Bernhard Weigand, Sascha Mareck, Gerd Aring, Arnd-Rüdiger Schwarz, Michael Doll und Klaus Templin sechs Spieler aus dem Verein zum Einsatz. Am Spitzenbrett war Bernhard eine Bank mit zwei Siegen, u. a. gegen GM Spyridon Skembris, und drei Remis. Gerd hat mit drei Punkten aus drei Partien ebenso zum Erfolg beitragen wie Arnd-Rüdiger, der zwei Begegnungen gewinnen und zwei unendschieden gestalten konnte. Sascha an Brett zwei hat ein ausgeglichenes Ergebnis (2,5:2,5) erzielt, ebenso wie Michael (1,0:1,0) und Klaus (0,5:0,5).

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten.

WSMM Ü50 Abschlusstabelle Saison 2025-26

Nürtinger Erste unterliegt Tettnang nach zähem Kampf 3:5

Als vergangenen Sonntag die Nürtinger Tettnang im Salemer Hof nach langer Anfahrt begrüßen konnten war nicht abzusehen, dass neben der Landtagswahl auch auf dem Brett wahre Krimis anstehen sollten. Ungünstig dafür war natürlich, dass wir für die anstehende „Krimirunde“ auf unser Spitzenbrett Claudius Mehne und unseren Mannschaftsführer Stefan Auch verzichten mussten, allerdings waren mit Gerd Ahring und Friedrich Seischab schnell zwei Edeljoker gefunden worden.

Und der Krimi ließ sich dann auch gut an, denn unseren beiden Joker schafften es beide mit den weißen Steinen in der Eröffnung starken Druck auszuüben. Gerd konnte dabei seinen Gegner durch eine ungewöhnliche Variante auf vermintes Terrain locken und auch Friedrich ließ sich nicht lumpen und setze seinen Gegner durch ein starkes Bauernopfer für Entwicklung massiv unter Druck. Es ließ sich also gut an. Eine Gelegenheit, die Bernhard Weigand bereits nutzte, um die schwarzen Steine am Spitzenbrett in den sicheren Remishafen zu überführen.

Auch Sascha Mareck in unklarer und Klaus-Dieter Templin in ereignisloser Stellung sollten diesem Vorbild folgen, nachdem sich früh zeigte, dass Andreas Rohr sich in exzellenter Spiellaune zeigte. Mit kräftigen Zügen gelang es diesem im frühen Mittelspiel einen Zentralbauern zu erobern und mit diesem konsequent in ein Endspiel mit Mehrbauer und Läuferpaar abzuwickeln und dieses technisch sauber zu gewinnen.

Bis dahin , wie auch das Wetter an diesem Tag, ein sonniges Vergnügen für die Nürtinger. Leider aber auch der Höhepunkt, denn von nun an sollten die Tettnanger ihre Qualitäten zeigen.

Es zeigte sich, dass Gerds Vorteil nur optischer Natur war und der Gegner nach einem starken Defensivmanöver der Dame über genug Verteidigungsressourcen verfügte. Da doch die eine oder andere Bauernschwäche vorhanden war ein Umstand, der Gerd bewog ebenfalls die Remisnotbremse zu ziehen. Unglücklicherweise mussten wir da auch bereits den Ausgleich hinnehmen, da Michael Doll in unklarer Lage in horrender Zeitnot verkehrte. In einer seltenen Positionen, in der beide Parteien am selben Flügel einen Angriff durchführten konnten ,lag ihm seitens des Gegners ein Remisangebot vor. In Unkenntnis des Matchstandes beschloss er auf Sieg zu spielen und hatte leider dabei das schlechtere Ende für sich. Ausgleich, aber natürlich mangels Ansprechpartner aus mannschaftssportlicher Sicht ein suboptimale Angelegenheit.

Und auch in den restlichen beiden Partien standen die Nürtinger mit dem Rücken zur Wand.

Soroush Wadiei konnte die Lage mit Schwarz lange Zeit unklar mit beiderseitigen Chance gestalten,konnte aber einen entscheidenden Durchbruch am Damenflügel nicht verhindern, nachdem sein Gegner im zuvor die Figuren erfolgreich aus dem Zentrum vertrieben hatte. Friedrich hingegen hatte noch einen zweiten Bauern für Initiative geopfert, aber es gelang ihm nicht, gegen einen sich umsichtig verteidigenden Gegner entscheidend Linien zum schwarzen König zu öffnen.

Das resultierende Endspiel war mit zwei Minusbauern dann nicht mehr zu halten.

Schade,schade. Aber abgesehen davon, dass die Luft wohl auch nach dem verlorenen Meisterschaftkampf gegen Bebenhausen ein bisschen raus war, muss man zugeben, dass Tettnang an diesem Tage einfach die bessere Mannschaft war. (SM)

SV Nürtingen – SC Tettnang 3:5

Weigand – Längl 0,5:0,5, Mareck – Leser 0,5:0,5, Doll – Sterk 0:1, Templin – Heilinger 0,5:0,5, Wadiei – Kohn 0:1, Aring – Kaiser 0,5:0,5, Rohr – Gräber 1:0, Seischab – Schmid 0:1