Als Tabellenzweiter empfing die SSG Fils-Lauter 1 unsere 3. Mannschaft aus Nürtingen. Die Rollen waren damit klar verteilt, dennoch wollte Nürtingen alles daransetzen, dem Favoriten Paroli zu bieten.
An Brett 1 lieferten sich Stefan und sein Gegner eine lange, positionell geprägte Partie mit Chancen auf beiden Seiten. In der entscheidenden Zeitnotphase unterliefen Stefan jedoch zwei schwerwiegende Fehler, die letztlich zur Niederlage führten.
Max konnte sich an Brett 2 in der Eröffnung zunächst einen kleinen Vorteil erspielen, ehe die Partie sehr taktisch wurde. Nach einer ungenauen Abwicklung verflachte sein Vorteil jedoch. In dem Versuch, aus einer ausgeglichenen Stellung mehr herauszuholen, verrechnete er sich und verlor Material, was schließlich zur Niederlage führte.
Finnja hatte es mit einem deutlich stärkeren Gegner zu tun und musste mehrere kritische Momente überstehen. Zwischenzeitlich geriet sie in Nachteil, konnte jedoch mit einer taktischen Wendung ausgleichen und die Partie sicher in ein Remisendspiel führen.
Hendrik konnte sich im Mittelspiel einen starken Angriff erarbeiten und so seinen Gegner in eine passive Position zwingen. In einer deutlich gewonnen Position gerat Hendrik allerdings in starke Zeitnot und der Bonus von 30 Minuten war noch lange nicht in Sicht. Aufgrund dessen einigte man sich schließlich auf ein Remis.
Tobias kam gut aus der Eröffnung und konnte sich mit Raumvorteil eine angenehme Stellung erarbeiten. Zwei Ungenauigkeiten führten jedoch zu einer komplizierten und schwer spielbaren Position. Ein geplanter Befreiungszug erwies sich als regelwidrig, und die alternative Fortsetzung ließ die Stellung schließlich kippen zur Niederlage
Tim erreichte nach einer ausgeglichenen Eröffnung eine ruhige Stellung, in der keine Seite klare Initiative entwickeln konnte. Nach dem Abtausch der Schwerfiguren entstand ein ausgeglichenes Endspiel, doch Tim geriet in Zugzwang, verlor einen entscheidenden Bauern und musste sich geschlagen geben.
Sebastian startete mit einem Angriff aus der Eröffnung heraus, der jedoch erfolgreich abgewehrt wurde. Die Partie blieb lange ausgeglichen, und im Endspiel opferte er einen Randbauern für Gegenspiel im Zentrum. Ein übersehener taktischer Einschlag in Form einer Springergabel führte jedoch zur Niederlage.
Alina hatte auch einen DWZ Nachteil von über 500 Punkten. Sie konnte die Partie lange offen gestalten, aber am Ende gelang es ihrem Gegner im Angriff eine Leichtfigur und damit die Partie zu gewinnen.
Gegen den starken Tabellenzweiten war für Nürtingen an diesem Tag wenig zu holen. Trotz einiger guter Ansätze und kämpferischer Leistungen musste man sich letztlich mit 1:7 geschlagen geben. Die letzte Chance, die Abstiegsränge noch zu verlassen, bietet sich am finalen Spieltag gegen Göppingen 3. (TW)