Nürtingen 2: glücklicher Sieg gegen Metzingen

Die Nürtinger Zweite brauchte in Metzingen Fortuna für den Sieg. Timo Schweizer holte ein starkes Remis gegen einen deutlich stärkeren Gegner. Wie sich am Ende herausstellte, war dies das einzig Zählbare der Schwarzspieler an diesem Tag.

Julian Stehr brachte die Gäste nach einem erfolgreichen Königsangriff in Führung, die Friedrich Seischab ausbaute, da sein Kontrahent in eigentlich ausgeglichener Stellung den Faden verlor. Genau so ging es aber auch Jürgen Zink und Wolfgang Kudlich auf Gästeseite, die ihren Kontrahenten die Hand reichen mussten.

Die erneute Nürtinger Führung dann am Spitzenbrett als der Metzinger in Remisstellung die Zeit überschritt. Noch einmal glich Metzingen aus, Heiko Schmidt konnte die Partie mit Dame gegen zwei Türme plus Mehrfigur nicht mehr halten.

Julian Theissler gewann dann die letzte Partie des Tages. Nach einem Qualitätsopfer drang er mit dem König auf dem Damenflügel ein und drohte unparierbar mit Umwandlung zur Dame. Insgesamt ein glücklicher Sieg für die Gäste, die am kommenden Spieltag Spitzenreiter Neckartenzlingen zum Derby erwarten. (WK)

Rochade Metzingen – SV Nürtingen II 3,5:4,5

Mörsch – Gündogdu 0:1, Votko – Zink 1:0, Va.Taras – Seischab 0:1, Vl.Taras – Kudlich 1:0, Winter – Theissler 0:1, Weitmann – Schmidt 1:0, A.Taras – Stehr 0:1, Jennes – Schweizer 0,5:0,5

Nürtingen 3: Nichts zu holen gegen Plochingen 1

Am heutigen Spieltag traf unsere dritte Mannschaft auf den letztjährigen Landesligisten Plochingen 1. Nach der Niederlage zuletzt wollte das Team wieder stabiler auftreten und wieder gute Partien gegen einen nominell deutlich stärkeren Gegner zeigen.

Den Auftakt machte Tim der seine Partie sehr solide aufbaute und die Stellung mit Schwarz schnell ausglich. Beide Spieler fanden keine realistischen Chancen auf Vorteil und einigten sich daher folgerichtig auf ein friedliches Remis.

Oskar erwischte nach ausgeglichener Eröffnungsphase einen unglücklichen Tag. Zwei Fehler im Mittelspiel eröffneten dem Gegner taktische Möglichkeiten, die dieser konsequent nutzte. Trotz aller Bemühungen gelang es Oskar nicht mehr, die Partie ins Gleichgewicht zurückzuführen, und er musste sich im Endspiel geschlagen geben.

Sebastian kam zunächst gut aus der Eröffnung, doch ein zu passiver Springerzug räumte seinem Gegner die Möglichkeit zu einem starken Angriff ein. Von diesem Moment an war Sebastian größtenteils mit Verteidigung beschäftigt. Einige weitere Ungenauigkeiten besiegelten schließlich den Verlust seiner Partie.

In Hendriks Partie entwickelte sich relativ schnell eine komplizierte Position. Ungenauigkeiten auf beiden Seiten resultierten schließlich in einer Stellung, in welcher der Plochinger zwar einen Qualitätsvorteil, Hendrik dafür einen starken Angriff besaß. Da dies jedoch beidseitig nicht zu einer Gewinnstellung führte, einigte man sich schließlich auf ein Remis.

Tobias profitierte früh von einer gegnerischen Ungenauigkeit und erspielte sich eine aktive und leicht vorteilhafte Stellung. Sein Angriff war vielversprechend, doch sein Gegner verteidigte umsichtig und ließ keine entscheidenden Durchbrüche zu. Mit zunehmender Zeitnot auf beiden Seiten und einer dann ausgeglichenen Position einigte man sich schließlich auf ein Remis.

Max lieferte sich zunächst eine kleine Theorieschlacht in der Eröffnung, die sein Gegner knapp für sich entschied. Dieser erspielte sich daraufhin die bessere Position, gab diesen Vorteil aber im Endspiel durch einen ungenauen Königszug wieder her. Dennoch gelang es ihm am Ende, die Partie zu seinen Gunsten zu entscheiden, sodass Max die Niederlage akzeptieren musste.

James feierte sein Debüt in der dritten Mannschaft – und das überzeugend. Gegen eine starke Gegnerin, die man noch aus der Vorsaison kennt, verlor er zwar im Mittelspiel eine Qualität, doch seine anschließende Verteidigungsleistung war exzellent. Mit präzisen Zügen baute er eine stabile Festung auf, die die Gegnerin nicht durchbrechen konnte. Die logische Folge: ein stark erkämpftes Remis.

Stefan kam in eine passive Stellung und verlor in einer fehlerhaften Zugfolge einen Bauern. Im Endspiel brachten nach einem interessanten Abtausch beide Spieler jeweils einen Freibauern zur Umwandlung. Im Damenendspiel konnte sich Stefan bei inzwischen 2 Minusbauern in Dauerschach retten.

Mit mehreren hart erkämpften Remis und einigen unglücklichen Partieverläufen zeigte die Mannschaft insgesamt eine ordentliche Leistung. Zwar blieb der große Mannschaftserfolg aus, doch insbesondere die kämpferische Einstellung stimmt. (TW)

SV Nürtingen III – SF Plochingen 2,5:5,5

S.Gold – Schwilk 0,5:0,5, Stoll – Eitel 0:1, Pakieser – Paschitta 0,5:0,5, Wiesner – Fendel 0,5:0,5, Bentsche – Krüger 0,5:0,5, Kocserha – Bauer 0:1, Wang – Levchenko 0,5:0,5, Langer – Ramadani 0:1

Mit Kampfgeist trotz Unterzahl zum verdienten 4:4-Remis

Der längste Schachwettkampf, den Nürtingen in den letzten Jahren bestritt fand gegen den Verbandsliga-Aufsteiger in Göppingen statt. Das Match hatte alles an Dramatik zu bieten. Nach sechs Stunden Spielzeit war zudem etwas Glück dabei, zumal die Chancen hin und her wechselten. Dass es am Ende ein 4:4-Unentschieden geben würde war zu keinem Zeitpunkt absehbar.

Eine Krankmeldung am Sonntagmorgen ist für jeden Mannschaftsführer nahezu ein Albtraum, zumal es kaum eine Möglichkeit gibt einen Ersatzspieler noch zu nominieren. So reisten die Schachspieler aus der Hölderlinstadt nach Göppingen mit einem Minuspunkt an, um gegen die junge Aufsteigertruppe zu bestehen. An diesem fehlenden Brett 3 hätten die Gäste darüber hinaus noch die weißen Steine geführt, alles andere als gute Voraussetzungen für den Wettkampf. Dieser gestaltete sich zugleich äußert kampfbetont. Claudius Mehne opferte in der Eröffnung einen Bauern für Initiative und freies Figurenspiel und bot daneben noch ein zweiten an. Nicht so gut aus der Eröffnung kam Stefan Auch während sich Andreas Rohr gleich einem Bauersturm am Königsflügel erwehren musste.

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Nürtingen3: Klare Niederlage gegen Wendlingen 1

Am vergangenen Spieltag trat „Die Dritte“ gegen die erste Mannschaft aus Wendlingen an. Die Begegnung versprach spannende Duelle und man wollte, nach dem Punktgewinn am letzten Spieltag, den Aufwärtstrend weiter fortsetzen.

Den Anfang machte Maximilian, der keinen guten Start erwischte. Seine etwas zu passive Eröffnung führte ihn schnell in eine unangenehme Stellung. Als er zudem das entscheidende Läuferopfer auf h6 übersah, war der gegnerische Angriff nicht mehr zu stoppen. So musste sich Max schon früh geschlagen geben.

Auch bei Hendrik verlief der Start alles andere als ideal. Schon nach wenigen Zügen setzte ihn ein Fehler unter starken Druck. Zwar gelang ihm später noch einmal der Ausgleich, doch ein weiterer unkonzentrierter Zug verschlechterte seine Lage erneut erheblich. Ohne eigene aktive Chancen blieb ihm nur ein rein defensives Spiel, das am Ende nicht zu halten war.

Tim zeigte eine starke Leistung. In seiner Spezialvariante setzte er seinen Gegner früh unter massiven Druck und erspielte sich eine klar vorteilhafte Stellung. Als dieser nur noch auf den drohenden Bauernverlust reagierte, nutzte Tim die Gelegenheit konsequent aus und krönte seine starke Partie mit einem schönen Matt.

Stefan und sein Gegner kämpften von Beginn an um kleine Vorteile, aber keine Seite konnte sich entscheidend durchsetzen. Bei reduziertem Material und gleicher Bauernstruktur einigte man sich dann auf ein leistungsgerechtes Remis.

Tobias kam gut aus der Eröffnung und setzte seinen Gegner früh unter starken Druck. Die Stellung versprach gute Chancen, doch auf der Suche nach dem entscheidenden Gewinnplan schlichen sich einige Ungenauigkeiten ein. In zunehmender Zeitnot entwickelte sich daraus ein taktischer Schlagabtausch, in dem Tobias schließlich einen entscheidenden Fehler machte und am Ende selbst Matt gesetzt wurde.

Bei Carlos zeigte sich ebenfalls früh die Bedeutung präziser Eröffnungszüge. Nachdem er einen Bauern verlor, kämpfte er sich solide ins Endspiel. Trotz guter Verteidigungsarbeit blieb die Stellung jedoch vorteilhaft für seinen Gegner, der diesen Vorteil konsequent verwertete und die Partie für sich entschied.

Nach einem dynamischen Mittelspiel erspielte Sebastian sich zunächst einen Vorteil, musste diesen jedoch durch eine gut platzierte Gabel wieder abgeben. Im Abtausch der Figuren entstand schließlich ein gleichfarbiges Läuferendspiel mit Vorteil für Sebastian. Eine gute Technik musste er nicht mehr anwenden, da dem Gegner die Zeit ausging.

Finnja hielt ihre Partie lange ausgeglichen. Im Übergang zum Endspiel wurde jedoch der gegnerische Springer zum dominierenden Faktor gegen ihren Läufer. Durch diese Stellungsschwäche geriet sie ins Hintertreffen und konnte die Niederlage letztlich nicht mehr verhindern.

Mit einem 2,5:5,5 müssen wir uns diesmal klar Wendlingen 1 geschlagen geben. Trotz kämpferischer Partien zeigten sich einige Schwächen, aus denen wir viel lernen können. Am 07.12. geht es bereits weiter – dann wollen wir gegen Plochingen wieder gute Partien zeigen. (TW)