Nürtingen ist Vizemeister bei den Senioren Ü50

Bei der württembergischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaft Ü50 ist das Team aus Nürtingen Vizemeister 2026. Lediglich dem Meister SK Schmiden/Cannstatt mussten sich die Nürtinger im direkten Duell geschlagen geben, ansonsten konnten alle Wettkämpfe gewonnen werden.

Beim Nürtinger Viererteam kamen mit Bernhard Weigand, Sascha Mareck, Gerd Aring, Arnd-Rüdiger Schwarz, Michael Doll und Klaus Templin sechs Spieler aus dem Verein zum Einsatz. Am Spitzenbrett war Bernhard eine Bank mit zwei Siegen, u. a. gegen GM Spyridon Skembris, und drei Remis. Gerd hat mit drei Punkten aus drei Partien ebenso zum Erfolg beitragen wie Arnd-Rüdiger, der zwei Begegnungen gewinnen und zwei unendschieden gestalten konnte. Sascha an Brett zwei hat ein ausgeglichenes Ergebnis (2,5:2,5) erzielt, ebenso wie Michael (1,0:1,0) und Klaus (0,5:0,5).

Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten.

WSMM Ü50 Abschlusstabelle Saison 2025-26

Nürtinger Erste unterliegt Tettnang nach zähem Kampf 3:5

Als vergangenen Sonntag die Nürtinger Tettnang im Salemer Hof nach langer Anfahrt begrüßen konnten war nicht abzusehen, dass neben der Landtagswahl auch auf dem Brett wahre Krimis anstehen sollten. Ungünstig dafür war natürlich, dass wir für die anstehende „Krimirunde“ auf unser Spitzenbrett Claudius Mehne und unseren Mannschaftsführer Stefan Auch verzichten mussten, allerdings waren mit Gerd Ahring und Friedrich Seischab schnell zwei Edeljoker gefunden worden.

Und der Krimi ließ sich dann auch gut an, denn unseren beiden Joker schafften es beide mit den weißen Steinen in der Eröffnung starken Druck auszuüben. Gerd konnte dabei seinen Gegner durch eine ungewöhnliche Variante auf vermintes Terrain locken und auch Friedrich ließ sich nicht lumpen und setze seinen Gegner durch ein starkes Bauernopfer für Entwicklung massiv unter Druck. Es ließ sich also gut an. Eine Gelegenheit, die Bernhard Weigand bereits nutzte, um die schwarzen Steine am Spitzenbrett in den sicheren Remishafen zu überführen.

Auch Sascha Mareck in unklarer und Klaus-Dieter Templin in ereignisloser Stellung sollten diesem Vorbild folgen, nachdem sich früh zeigte, dass Andreas Rohr sich in exzellenter Spiellaune zeigte. Mit kräftigen Zügen gelang es diesem im frühen Mittelspiel einen Zentralbauern zu erobern und mit diesem konsequent in ein Endspiel mit Mehrbauer und Läuferpaar abzuwickeln und dieses technisch sauber zu gewinnen.

Bis dahin , wie auch das Wetter an diesem Tag, ein sonniges Vergnügen für die Nürtinger. Leider aber auch der Höhepunkt, denn von nun an sollten die Tettnanger ihre Qualitäten zeigen.

Es zeigte sich, dass Gerds Vorteil nur optischer Natur war und der Gegner nach einem starken Defensivmanöver der Dame über genug Verteidigungsressourcen verfügte. Da doch die eine oder andere Bauernschwäche vorhanden war ein Umstand, der Gerd bewog ebenfalls die Remisnotbremse zu ziehen. Unglücklicherweise mussten wir da auch bereits den Ausgleich hinnehmen, da Michael Doll in unklarer Lage in horrender Zeitnot verkehrte. In einer seltenen Positionen, in der beide Parteien am selben Flügel einen Angriff durchführten konnten ,lag ihm seitens des Gegners ein Remisangebot vor. In Unkenntnis des Matchstandes beschloss er auf Sieg zu spielen und hatte leider dabei das schlechtere Ende für sich. Ausgleich, aber natürlich mangels Ansprechpartner aus mannschaftssportlicher Sicht ein suboptimale Angelegenheit.

Und auch in den restlichen beiden Partien standen die Nürtinger mit dem Rücken zur Wand.

Soroush Wadiei konnte die Lage mit Schwarz lange Zeit unklar mit beiderseitigen Chance gestalten,konnte aber einen entscheidenden Durchbruch am Damenflügel nicht verhindern, nachdem sein Gegner im zuvor die Figuren erfolgreich aus dem Zentrum vertrieben hatte. Friedrich hingegen hatte noch einen zweiten Bauern für Initiative geopfert, aber es gelang ihm nicht, gegen einen sich umsichtig verteidigenden Gegner entscheidend Linien zum schwarzen König zu öffnen.

Das resultierende Endspiel war mit zwei Minusbauern dann nicht mehr zu halten.

Schade,schade. Aber abgesehen davon, dass die Luft wohl auch nach dem verlorenen Meisterschaftkampf gegen Bebenhausen ein bisschen raus war, muss man zugeben, dass Tettnang an diesem Tage einfach die bessere Mannschaft war. (SM)

SV Nürtingen – SC Tettnang 3:5

Weigand – Längl 0,5:0,5, Mareck – Leser 0,5:0,5, Doll – Sterk 0:1, Templin – Heilinger 0,5:0,5, Wadiei – Kohn 0:1, Aring – Kaiser 0,5:0,5, Rohr – Gräber 1:0, Seischab – Schmid 0:1

Erster Sieg für Nürtingen 3

Am vergangenen Spieltag kam es zum wichtigen Kellerduell in der Bezirksliga. Nürtingen 3 empfing zuhause Göppingen 3 – Letzter gegen Vorletzten. Für beide Mannschaften ging es um wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg. Leider trat die Mannschaft etwas ersatzgeschwächt an. Mannschaftsführer Tim griff daher zu seinem letzten Trumpf: seinem Glücksanzug – was sollte hier also noch schief gehen?

Den ersten Rückschlag musste Hendrik hinnehmen. In einem leicht schlechteren Mittelspiel übersah er eine Fesselung seines Springers, wodurch seine Dame ohne Kompensation verloren ging. Die Stellung war danach nicht mehr zu halten und Göppingen ging früh mit 0:1 in Führung.

Stefan bekam dann beim Stand von 0-1 ein Remisgebot. Zu dem Zeitpunkt war es ein ausgeglichenes Schwerfigurenendspiel bei heterogenen Rochaden, ein Spiel, das durchaus beide Seiten gewinnen konnten. Aber im Vertrauen auf seine Mannschaft willigte er ins Remis ein.

Und direkt danach zeigten seine beiden Schülerinnen, wie man das besser macht.

Zunächst gewann Leona im scharfen Angriff Material, tauschte solide runter und eroberte noch einen gefährlichen Freibauern. Ihrer Gegnerin blieb dann nichts weiter als die Aufgabe. Als Ersatzspielerin zeigte Leona eine sehr starke Leistung in der Bezirksliga.

Finnja hatte den DWZ-stärksten Spieler der gegnerischen Mannschaft vor sich. Aber sie blieb immer leicht im Vorteil, brachte ihre Figuren immer stärker in den Angriff und erlegte mit einem Abzugsschach und -Matt den gegnerischen König. Damit hatten wir den Spielstand gedreht und lagen 2.5-1.5 vorne.

Tim konnte nach ausgeglichener Eröffnung eine Ungenauigkeit seines Gegners nutzen und einen Bauern gewinnen. Mit dem zusätzlichen Raumvorteil und seinem Läuferpaar baute er seine Stellung Stück für Stück aus. Am Ende drohte entscheidender Materialgewinn, woraufhin sein Gegner die Partie aufgab.

Tom Luca gab sein Debüt in der dritten Mannschaft. Lange hielt er gut mit, musste im Mittelspiel jedoch Material abgeben. Die entstandene Stellung ließ sich anschließend nicht mehr verteidigen, so dass Göppingen noch einmal verkürzen konnte.

An Brett sechs kam Weiß zwar ohne materiellen Vorteil, aber mit der besseren Stellung aus der Eröffnung. Dadurch waren die Pläne relativ klar und Sebastian konnte zudem einen Zeitvorteil aufbauen. Kurz vor dem Ende versuchte sein Gegner zwar noch einen Gegenangriff, übersah dabei jedoch ein taktisches Motiv. Sebastian nutzte dies aus, gewann die Qualität im Doppelturm-und-Springer-Endspiel und sein Gegner gab auf. Damit war beim Stand von 4,5:2,5 der Mannschaftssieg bereits gesichert.

Am längsten kämpfte Tobias. Aus einer eigentlich guten Stellung nach der Eröffnung entwickelte sich durch einige ungenaue Züge eine zunehmend unangenehme Position. Doch beim Übergang vom Mittelspiel ins Endspiel fand Tobias eine taktische Möglichkeit, in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit einem Bauern weniger abzuwickeln. Dort erwies sich die Stellung als haltbar, sodass er die Partie schließlich Remis halten konnte.

Mit einem wichtigen 5 -3 Mannschaftssieg im direkten Kellerduell konnte Nürtingen 3 wertvolle Punkte im Abstiegskampf sammeln. Mit nun drei Mannschaftspunkten lebt die Hoffnung auf den Klassenerhalt weiter – und die Mannschaft hat gezeigt, dass sie im Saisonendspurt noch einmal angreifen kann. Es bleibt nur die Frage an den Mannschaftsführer, warum der Glücksanzug erst am drittletzten Spieltag ausgepackt wurde ? (TW)

SV Nürtingen III – SF Göppingen III 5:3

S.Gold – Wonisch 0,5:0,5, F.Gold – Schmülling 1:0, Pakieser – Hock 0:1, Wiesner – S.Cilo 0,5:0,5, Bentsche – Rapp 1:0, Kocserha – Müller 1:0, Aurich – Mirica 0:1, L.Lohmüller – S.Cilo 1:0

Nürtinger Zweite 6:2 Erfolg gegen Hohentübingen

Nürtingen II traf in Tübingen auf stark ersatzgeschwächte Königskinder, die zudem ihr Spitzenbrett nicht besetzen konnten. Die kampflose Führung bauten Julian Stehr und Julian Theissler durch schöne Angriffserfolge aus. Die Niederlage von Wolfgang Kudlich konnte man recht gut verschmerzen, war der Mannschaftserfolg doch nicht ernsthaft in Gefahr.

Ein sicheres Remis steuerte Christian Friz bei, bevor Heiko Schmidt seinen Kontrahenten überspielte und damit den Sack schon zumachte. Friedrich Seischab verwertete dann noch seinen Mehrbauern im Bauernendspiel souverän. In der letzten Partie verteidigte Johannes Mögerle ein interessantes Endspiel mit 2 Bauern und abgedrängtem König gegen Bauer und aktiven König erfolgreich in die Punkteteilung. (WK)

SG Königskinder Hohentübingen II – SV Nürtingen II 2:6

Uhlig – Gündogdu -:+, Cardenas – Seischab 0:1, Nikolski – Kudlich 1:0, Birkner – Theissler 0:1, Kriegeskorte – Friz 0,5:0,5, Gontales – Mögerle 0,5:0,5, J.Strandhagen – Schmidt 0:1, C.Strandhagen – Stehr 0:1

Nürtingen1 zeigt Nerven in Bebenhausen und verliert Aufstiegsmatch 3,5-4,5

Es sollte wohl einfach nicht sein. Zwar hatten die Nürtinger es noch geschafft eine starke Truppe aufzustellen, um bei Aufstiegsmatch ein entscheidendes Wörtchen mitreden zu können, aber es wurde schnell klar, dass an diesem Sonntag im beschaulichen Tübingen während des Spiels gegen die routinierten Bebenhäuser der Wurm drin war.

Am Besten ließ sich das an den Brettern des Autors Sascha Mareck und seines Brettnachbarn Stefan Auch ablesen. Beide fielen durch ungewohnt schlampige Eröffnungsbehandlung auf und standen bereits nach der Eröffnung auf Verlust. Während Stefan sich dann leider auch bald geschlagen geben musste, schaffte Sascha sich zäh zu verteidigen und die Stellung sogar noch in eine Siegstellung zu drehen. Hier nahm das Unglück allerdings bereits seinen Lauf.

Ein Blick auf die anderen Brettern zeigte, dass sich Claudius Mehne am Spitzenbrett und Soroush Wadiei bereits Gewinnstellungen erarbeitet hatten. Claudius Gegner hatte aggressiv eine Figur für mehrere Tempi geopfert aber der Versuch die Initiative dadurch zu übernehmen wurde von Claudius kühl abgefedert. Souroush hingegen konnte einen gewaltigen Angriff bei nicht existierendem Gegenspiel generieren, allerdings in einer hochtaktischen Lage auf dem Brett.

Und auch Michael Doll durch Raumvorteil und Klaus-Dieter Templin durch eine leicht besserer Bauernstellung und dem Läuferpaar konnten auf leichte Vorteile verweisen. Bernhard Weigand und Friedrich Seischab hatten zu diesem Zeitpunkt eine minimal schlechtere Stellung zu verwalten.

Diese Ausgangslage veranlasste dann Sascha, nachdem er die ganze Partie unter Druck gestanden hatte, leider zu einem Remisangebot, dass der Gegner auch freudig annahm. Ein wichtiger halber Punkt, der nachher fehlen sollte. Bernhard war wohl zu dem selben Schluss gekommen und wickelte ebenfalls ins Remis ab. War diese Rechnung allerdings schon öfter aufgegangen, so nicht diesmal.

Zwar konnte Claudius wie gewohnt sauber den Punkt einfahren, doch leider verlor Soroush diesmal in dem taktischen Gemenge die Übersicht und eine Figur. Damit ging der Punkt unerwartet nach Bebenhausen. Auch Michaels Stellung hatte sich in ein schlechtes Endspiel mit rückständigem Bauern verwandelt. Als dieser verloren ging, war damit auch leider das resultierende Endspiel nicht mehr zu halten und der Punkt wanderte ebenfalls nach Bebenhausen.

Mussten also noch irgendwo 2 Punkte her. Und Friedrich sollte liefern! Nach dem er sich zäh verteidigt hatte, konnte er eine Unachtsamkeit des Gegners nutzen um am Damenflügel den b2-Bauern herauszuoperieren. Durch geduldiges Lavieren und weitere Vereinfachungen konnte er den Mehrbauern in ein gewonnenes Damenendspiel transferieren und dieses nicht ganz einfache Endspiel auch tatsächlich gewinnen. Weiter so, starke Leistung!

Damit ruhten die Hoffnungen auf Klaus. Aber es war halt der Wurm drin. Optisch überlegen, mit Läuferpaar und besserer Struktur ausgestattet, musste er leider eine Zugwiederholung hinnehmen, um den gegnerischen König dran zu hindern am Damenflügel einzubrechen. Ergo leider nur Remis und damit war die 3,5-4,5 Niederlage und der verpasste Aufstieg besiegelt.

Schwache Nerven und viel Pech. Damit muss der Aufstieg dann wohl leider noch ein Jahr warten. Aber wenn man die Gesamtsaison und den starken Nachwuchs betrachtet, sicherlich kein Ding der Unmöglichkeit (SM).

SK Bebenhausen II – SV Nürtingen 4,5:3,5

Frick – Mehne 0:1, Roth – Weigand 0,5:0,5, Carstens – Mareck 0,5:0,5, Kauth – Auch 1:0, Korenchenko – Doll 1:0, Omert – Templin 0,5:0,5, Freiherr von Hauff – Wadiei 1:0, Andrei – Seischab 0:1